Samstag, 25. April 2009

Bei Anruf Abzocke

Zitat: “ Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Berlin

http://www.vz-berlin.de/UNIQ124064426810240/link555911A.html

23.04.2009
Ganz üble Masche: Unbekannte geben sich als Verbraucherschützer aus.
Am besten einfach abhängen und keinesfalls in die Wohnung lassen!

Aus gegebenem Anlass warnt die Verbraucherzentrale vor Menschen, die sich am Telefon oder sogar persönlich als Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Berlin ausgeben und versuchen, persönliche Daten in Erfahrung zu bringen.”

Am Vormittag des 22.4. rief mich ein Herr Meier (kein Vorname, ob Rufnummer unterdrückt, kann ich leider nicht sehen) von der Verbraucherzentrale Berlin, im Auftrag einer Glücksspielfirma DSC24, Berlin an.

Dieses ist der bisher schlimmste Fall von Abzock-Versuch, der mir unter dem fast täglichen Telefonterror begegnet ist, denn normalerweise werden ja die Opfer aufgefordert, sich an die Verbraucherzentralen zu wenden, um dort Hilfe zu erhalten.

Leider sind solchen Anrufern die persönlichen Daten üblicherweise bekannt, woher halten sie tunlichst geheim, und legen besonders schnell auf oder geben den Irrtum bezüglich der Tatsache ich sei Teilnehmer an einem Spiel so weiter und wünschen noch einen schönen Tag.

Jener Herr Meier, der natürlich nicht wirklich so heißt und natürlich auch nicht von der Verbraucherzentrale Berlin ist, diskutierte weiter, und ich lege nciht auf, weil ich immer hoffe, irgendetwas herauszubekommen, aber solche Leute sind einfach zu abgebrüht, um sich zu versabbeln.

Die erste Falle, die sie unbedingt stellen wollen: Das Opfer muss die Worte: “Ich kündige” aussprechen. Meist werden solche Anrufe mitgeschnitten, was natürlich ohne Hinweis an den Angerufenen verboten ist, aber warum sollten sich Abzocker von dieser Kleinigkeit stören lassen. Kündigung setzt das Vorhandensein eines Vertrages voraus, wer kündigt, gibt somit zu, dass doch einer besteht. Wieweit ein GEricht soetwas im Zweifelsfalle anerkennen würde ist zwar fraglich, aber die Reaktionen auf meine übliche Antwort, ich hätte doch soeben erklärt, dass ich zu keiner Zeit je an diesem Glücksspiel teilgenommen hätte, also gäbe es nichts zu kündigen, ruft stets heftige Reaktionen hervor.

Ich kann mir gut vorstellen, dass viele in der Schrecksekunde kündigen, wenn sie hören, sie sollten bis Oktober 49€/59€ pro Monat zahlen.

Dann folgt üblicherweise der Abgleich der Kontonummer, auch wenn Bluff eins nicht geklappt hat. Wenn sie die Kontonummer nicht haben, bleiben die Anrufer in der Regel freundlich (es gibt natürlich auch Ausnahmen)

Zu meinem Schrecken mußte ich einen Tag zuvor festellen, dass meine Kontonummer schon bekannt war. Keine Ausreden von angeblicher Verschlüsselung wie sonst, wenn ich frage:”wozu denn der Abgleich, wenn Sie die Kontonummer haben, ob sie richtig ist sehe ich ja dann, wenn ich die Papiere habe.” Meist setze ich gleich hinzu, dass ich ausdrücklich einen Einzug verbiete.

Leider muss ich annehmen “Herr Meier” gehört zu denen, die meine Bankverbindung kennen, denn er war von Anfang an unverschämt. Es interessierte ihn auch nicht, dass ich ankündigte, im Falle eines unerlaubten Einzuges von meinem Konto werde ich zur Polizei gehen, noch ehe ich mein Geld zurückbuchen lasse. (mache ich diesmal auch, die Polizei liegt schließlich auf dem Weg.)

Ganz im Gegenteil, wegen meiner Renitenz in Punkto Kündig eines nichtexistenten Vertrages wandte er sich an seinen (fiktiven) Kollegen im Hintergrund, den er auch mit “Herr Meier” ansprach, er solle gleich einen “Bußgeldbescheid” für Frau R. fertig machen.

Bin mal gespannt, ob wirklich Papiere hier ankommen, inclusive eines wegen sachlicher Unmöglichkeit gefälschten Bußgeldbescheides, oder ob sie es sich nochmal überlegen, weil sie auf den zweiten Blick meine Ankündigung einer Anzeige sobald ich etwas in der Hand hätte, ernst nehmen.

Schade, dass ich wegen der Häufigkeit ähnlicher Abzock-Anrufe  nicht mehr darüber lachen kann, besonders dann nicht, wenn ich unwillkürlich daran denke, dass es Menschen treffen kann, die keinerlei kaufmännisches oder juristisches Wissen haben und noch schlechtere Nerven als ich, vielleicht nicht einmal Internet, um sich Informationen holen zu können.

Beim Googeln nach DSC-24 oder dsc24 (besonders geschickt gewählter Name, da alle Suchergebnisse ohne "Berlin" auf eine offenbar bekannte Kamera hinweisen und man so nichts findet) bin ich schließlich auf folgende Berichte und forenbeiträge gestoßen, wobei ich den Eindruck habe, es gibt evtl. sogar zwei DSC-24, eins laut laut Impressum in der Türkei, und eins, das zu einer unmöglich mitzuschreibenden Liste von mehreren Gewinnspielfirmen gehört.

http://suedbaden.business-on.de/illegale-kontoabbuchungen-von-lotto-und-gewinnspielfirmen-sowie-untergeschobene-vertraege_id4531.html

http://forum.sat1.de/showthread.php?t=2592

http://www.antispam.de/forum/showthread.php?t=23736

Hoffentlich verliert aufgrund dieses Fakes kein Opfer das Vertrauen in die Verbraucherzentralen oder ob solcher Nötigung die Nerven!

Auch wenn es nicht wirklich viel hilft, Auflegen bietet etwas Schutz vor der Nerverei.

Man beachte folgende übliche Einleitung des Gesprächs: “Schönen guten Tag, spreche ich mit (Frau) Sabine R….?” (Ist mir erst kürzlich aufgefallen, aber so fragt kein Mensch nach, es sei denn, er wollte mit einer Firma sprechen, und fragt ob er bei dieser gelandet sei, wenn der Angerufene keinen Firmennamen nennt.)

Ich muss jetzt leider davon ausgehen, dass meine Bankdaten irgendwie irgendwo bekannt geworden sind. Viel Hoffnung, dass ich jemanden festnageln kann und ihm eine Aufforderung zur Gesetzlich vorgeschriebenen Auskunft über Herkunft und Verwendung meiner bei ihm gespeicherten Daten zuschicken kann, habe ich nicht mehr, deshalb werde ich in Zukunft freundlich sagen, nein, meine Großtante sei nicht da, man möge später wieder anrufen. Das geschieht so gut wie nie.

Konto regelmäßig kontrollieren.

Viel Nützliches steht bei

http://www.computerbetrug.de/

http://www.abzocknews.de/abgezockt-was-jetzt/

(sehe geade, mit deren Namen wird auch Mißbrauch betrieben)

Nochmals zur Wiederholung – nein, natürlich ruft die Verbraucherzentrale keine Leute an und wird unverschämt. Sie berät jederzeit gern die Opfer, nicht etwa die Abzocker, wie Herr Meier auch behauptete: ”an wen wendet man sich denn wohl, wenn einer Zahlungsverpflichtungen leugnet??”. Außerdem nennen die Mitarbeiter dort auch unaufgefordert ihre Personalnummer, falls sie zurückrufen.

Mir fällt gerade ein, “Moment, ich ruf’ mal eben bei der Verbraucherzentrale zurück – nach wem nochmal darf ich dann fragen?” dürfte solche Anrufe auch erledigen.

Sonntag, 24. August 2008

Wie kommt denn nur das ganze Büchsenfleisch in die Mehlbox?

Zitat Monty Python in den 70gern: "I don't like SPAM !!"
Wer hasst nicht Spam? - Aber wie konnte das schon vor über 30 Jahren bekannt sein? - und warum heißt es eigentlixh so? Dass Spam eine Abkürzung ist, sieht man ja - und zwar für SPecially Assorted Meat - zu deutsch speziell ausgesuchtes Fleisch - Büchsenfleisch.

Als ich das neulich im Wochenblatt las, fiel mir wieder ein dass ich den Sketch, in dem ständig das Wort Büchsenfleisch wiederholt wurde damls gesehen habe - auf Deutsch, wie alles von Monty Python's Flying Circus etwas merkwürdig und deshalb hier sicher vergessen - auf Englisch immer noch Kult, wie ich bei YouTube sehe, und hochaktuell. Hier also die Quelle des Spam:

Definition von Spam also zweierlei:
1. Ständige unsinnige Wiederholung eines Wortes - Google wertet solche Websites ab als Spam Sites, die Keywords zu gehäuft verwenden, wie es früher als Black Hat SEO getan wurde, mit weißer Schrift auf weißem Hintergrund.

2. Unerwünschte Reklame - wie sie, noch dazu im Überfluss, heute per eMail versandt wird. - Der Sketch ist ja nebenbei eine Persiflage auf (Fernseh)Reklame.

Update zu dem ältern Post unten: Spam mit dem eigenen Absender - laut meinem Sohn kann jeder, der soetwas vor hat über Proxis von irgendwo im Internet E-Mails senden. Dabei sind sowohl Absender als auch Empfänger völlig beliebig einsetzbar, ebenso die Antwortadresse.

Damit kann man also beruhigt sein: Sollte solcher Spam tatsächlich an andere Empfänger gehen, wird man nicht verdächtigt, ebensowenig die Reply-to-Adresse, denn wer etwas davon versteht, sieht das sofort.

Kleiner Tip: googelt mal eure E-Mailadresse. Neulich habe ich eine von meinen gefunden in einer Liste, von der ich einen Newsletter erhielt. Die gesamte Kontaktliste dieses Autoresponders stand im Internet. Da wird sich mancher Spionage Robot gefreut haben, der Spamlisten suchte - ich weniger.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Affiliate Marketing - Warum läuft das hier nicht so recht?

Ich melde mich also bei einem Affili-Programm an, suche und suche, bis ich etwas Passendes gefunden habe, dann melde ich mich beim Anbieter an und warte 3 Tage auf die Erlaubnis, für ihn Reklame machen zu dürfen, für 3-15%.... Wer Englisch kann, ist gut dran - ich nehme doch an, recht viele? Mir wird langsam immer klarer, wieso eBooks und Video-Tutorials hier einfach nicht so gut laufen wollen, dass es sich lohnte, sie selbst herzustellen. Man findet einfach zu vieles fast kostenlos, wenn man weiß, wo man suchen muss.

Dienstag, 22. Juli 2008

Social Media, Web 2.0 und Online Marketing

(Hoffentlich kommt jetzt nicht die angekündigte Ausfallzeit dazwischen, sonst kann ich das erst in 2 Wochen schreiben. - In meinem Bloggingkurs ist ein Video verlinkt, das zwar englisch, aber gut illustriert, zeigt, worum es geht.)

Erstmal: Was sind Social Media? -Gesellschaftliche, d.h. öffentliche Medien. ('Social' heißt nicht sozial, 'Gesellschaft' bezeichnet nicht, wie in 'Social Club' meistens nur die höhere Gesellschaft, sondern Gesellschft ganz allgemein, für das öffentliche Leben, sozusagen.)

Jetzt gehen die Begriffe wieder durcheinander, weil eben die klare Unterscheidung zwichen öffentlich und gesellschaftlich nicht gegeben ist.

Auf der einen Seite sind die öffentlichen Medien - Rundfunk, Fernsehen, Presse.
Das passive Publikum wird informiert. Möglichkeiten, zu antworten oder nachzufragen sind fast nicht vorhanden. Parallelen gibt es auch im Internet. (Wenn es die Bezeichnung Web 1.0 gibt, ist das gemeint - Information an passives Publikum)

Auf der anderen Seite ist das Web 2.0. Jeder kann mitmachen. Jeder kann antworten, fragen, direkt mitdiskutieren, eigene Informationen veröffentlichen.

Die Social Media (des Web 2.0) sind Blogs, Foren, Communities / Social Networks, (News-) Groups, Chat, Microblogs.

Online Marketing in Social Media, kurz als Social Marketing bezeichnet, ist das große Thema des Internet Marketing.

Natürlich denkt man bei 'Online Marketing' immer zuerst an die billigen Werbemittel und-Möglichkeiten, aber das ist gar nicht die Hauptsache, nur ein netter Nebeneffekt davon, es online tun zu können.

Werbung, besser gesagt Reklame, ist zwar ein wichtiger, aber doch nur kleiner Teil des Marketing. (Wenn man von Werbung spricht, verwendet man das eher abwertende Wort Reklame ja nicht, obwohl die meiste Werbung ja nur genau das ist.)

Falsch angewandte Reklame wirkt oft weniger werbend, als eher abschreckend - wer bei Yahoo eine Email hat kennt ja auch diesen mistigen Layer, der den Posteingang versperrt, und es ist bestimmt nicht Interesse, wenn ihn einer anklickt und die Seite schnell schließt, noch ehe sie sich ganz geöffnet hat, sondern weil man leider so schnell das versteckte Schließ-Feld nicht findet.

Wir sind bannerblind geworden, deshalb muss die Reklame eben etwas aggressiver ausfallen - und nerven, statt zu werben. Oder man findet personalisierte Werbung in Communities. Das sieht dann so aus:

Ich bearbeite irgendwas in Facebook. Und erhalte per Banner die Nachricht, in Lübeck warten 3 Mädchen auf mich.... Hmm, nehmen die'Personalisierer' an, wer in meinem 'hohen Alter' auf Facebook ist, müsse wohl pädophil sein? Oder gebe ich etwa irgendwo in meinem Profil den Anschein, ich sei lesbisch? Bloß gut, dass eine IP eben doch nicht ein so persönliches Datum ist, wie gerichtlich festgestellt. So wissen die wenigstens nicht, wo ich wirklich wohne.

(Mehr über die lächerliche Aufregung über Datenspeicherung zu Reklamezwecken und die wirkliche Gefahr, die zu viel Offenheit in Communities birgt demnächst an anderer Stelle.)

Reklame wirkt und wirbt fast nicht. Ohne Reklame wird aber keiner aufmerksam.

Wie funktioniert Online Marketing denn dann?
Online Marketing ist definiert als die Kommunikation zwischen Anbietern und Interessenten im Internet.

Der Online Marketer muss also erstmal eine Internetpräsenz haben, die sein Angebot klar und überzeugend präsentiert. (Eigene Homepage oder Blog, vielleicht sogar nur ein nettes Profil auf geeigneten Plattformen / Communities)

Diese Internet-Präsenz muss außerdem die Möglichkeit zur Kommunikation bieten, und wenn es nur Bestellung eines Newsletters ist.

Das versteht man unter Marketing im Web 2.0. Dauerhaften Erfolg im Online Marketing kann man nur auf diese Weise erzielen.

Schnelle Reklame kann sicherlich auch Erfolge bringen, aber die verpuffen ebenso schnell wieder. Reklame ist hauptsächlich dazu da, zu rufen: "Hey, hier bin ich, und ich hab was tolles für dich, klick, und ich zeig es dir".

Reklame dient dem Online Marketing und ist, als Dienstleistung erbracht natürlich ein eigenes gewinnbringendes Geschäft.

SEO dient ebenfalls dem OnlineMarketing, und ist als Dienstleistung erbracht, noch teurer.
(Kleines Update zum Link-Kauf und -Tausch: Google mag THEMENBEZOGENE Webkataloge, dort kann man auch ungestraft Links kaufen und gelegentlich tauschen, wenn nur das Verhältnis zwischen natürlichen Links und anderen stimmt.)

Ohne Werbung / Reklame oder SEO wird eine Website natürlich nicht sichtbar, aber es wäre ein fataler Fehler, alles in einen Topf zu werfen und nicht zu trennen zwischen dem eigentlichen Marketing und den Hilfmitteln, oder zu versuchen, schnell mal eben alles auf einmal zu machen.

Läßt sich mit der Homepage Geld verdienen? - Klar, wenn die Homepage erstmal richtig steht und nicht danach aussieht, als wäre sie nur gebaut, um Reklame draufknallen zu können.

Dient ein Blog der Werbung? - Natürlich - Aber nicht, wenn damit das beschönigende Wort für Reklame gemeint ist; eher der dem Suchmaschinenmarketing, weil gewöhnlich Texte über Suchmaschinen gefunden werden - und Google wird darin immer besser. Sinnlose Wortlisten erscheinen kaum noch in den Suchergebnissen.

Ob man Erfolg hat im Online Marketing hängt also weniger davon ab, wie gekonnt man mit Werbemitteln umgeht und Reklame macht, sondern wie man mit den Social Media umgeht, wie gut man seine Zielgruppe kennt und anspricht, um mit ihr kommunizieren zu können.

Das ist leider der schwerste Teil des Lernprozesses im Online Marketing. Andererseits, wenn man weiß, dass man darauf achten muss, bekommt man vieles einfach so am Rande mit. Denn man muss sich ja sowieso immer informiert halten, um nicht den Anschluss zu verpassen.

Social Media muss man erfahren, gleichzeitig Webmaster- und Werbetechniken lernen....
Ja, das braucht seine Zeit, denn im Grunde ist Online Marketing tatsächlich soetwas wie ein Beruf. Aber Erfolg lässt sich lernen. Zielsetzung, Planung, Offenheit für Erfahrungen, und wenn man Glück hat, Hilfe bei technischen Fähigkeiten, die allein lernen zu müssen zu wenig Zeit für die Erfahrungen und Runduminfos ließe.