MLM - Ideales Sytem durch Mißbrauch zerstört

Mittwoch, 7. November 2007 ·

Das Vertriebssytem MLM ist ebenso logisch wie einfach. Ursprünglich entstand das Networkmarketing aus der Notwendigkeit, kleinere Gruppen von Kunden in abgelegenen Gebieten mit bestimmten Waren zu versorgen, wenn sich ein Laden mit Lagerhaltung und Großeinkauf nicht lohnte.

Das tat ein Handelsvertreter, der auch reiste oder nicht. Ähnlich wie ein Sammelbesteller, nur auf selbständiger Basis, nahm er die Bestellungen seiner Kunden entgegen und kaufte dementsprechend ein, um sofort wieder zu verkaufen. Wenn er in mehreren Orten tätig war und das Glück hatte, zu viele Kunden zu haben, warb er jemanden an.

Der ursprüngliche Zweck des Network Marketing ist ja schon lange weggefallen, heute ist der Gedanke dahinter ein anderer. - Nein, nicht so viele Leute wie möglich reinzulegen, das ist der Mißbrauch dieses Sytems.

Es handelt sich beim MLM um direktes Marketing. Der Kunde kauft nicht im anonymen Kaufhaus, sondern bei seinem persönlichen Berater, der ihn individuell berät. Ein Vertrauensverhältnis sollte aufgebaut werden, und ein zufriedener Kunde wird seinen Berater gern weiterempfehlen.

Die theoretische Karriere eines Networkers:

Mit einer geringen Investition - dem Einkauf der nötigen Grundausstattung - wird ein Geschäft eröffnet. Werbung findet mehr oder weniger durch Mundproaganda statt, den größten Teil des Werbematerials stellt das Unternehmen, ein kleines Budget muss der Networker allerdings zusätzlich einplanen - für Zeitungsanzeigen, Werbeaktionen oder -Geschenke. Schulungen auf allen Gebieten werden vom Unternehmen angeboten. Dann wirbt man Partner an und gelangt auf die Ebene, auf der richtig verdient wird.

Leider sieht die Praxis meist anders aus:
Die super Karriere-Chance mit der allzuviele Networks locken ist nicht für jeden.

Verschweigen der Hindernisse ist ja keine Lüge, deshalb wird jeder sich hüten, einen Interessenten vollständig aufzuklären, ohne unangenehmes durch Beschönigungen zu überdecken - nur ich könnte es wahrscheinlich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, jemanden der diese Verdienstebene nicht erreichen kann, mit dem Schwärmen vom großen Geld ins Geschäft zu locken.

Die Falle ist äußerst gut getarnt und wer sie nicht kennt, kann nicht auf die Idee kommen zu fragen, wahrscheinlich ist sie manchem Werber, der einfach Glück im Geschäft hatte, nichtmal bewußt.

Keine Aufstiegsmöglichkeit ohne hohen Mindestumsatz. Besonders, weil man vorher nicht die Möglichkeit, für sich selbst eine Downline anzuwerben. Es wird sogar erwähnt, dass man auch gleich mit Großeinkauf als Sponor einsteigen kann, nur das fällt einem kaum richtig auf, rechnet man sich doch aus, dass man eben langsam genügend Kunden finden muss, um diese Schwelle in einigen Monaten zu erreichen, und dann erst mit der Mitarbeiterwerbung beginnt.

Das ist im Grunde nicht einmal unrealistisch. Nur was geschieht, wenn keine ausreichende Zahl von Kunden zu finden ist? Ok, der vorsichtige Networker kauft ja sowieso nur, wenn er das Produkt auch selbst essen würde.

Nur was ist, wenn einer der zwei Kunden gern Berater werden möchte? - Das richtige Geld kommt ja erst durch Sponsoring. - Also Kunde weg (der kauft ja dann selbst) - und der Scheck für deine Arbeit geht für immer an den Sponsor, der du ja noch nicht sein darfst.

Besonders wenn das am Anfang der "Karriere" geschieht, springt mancher gern aus der Zwickmühle in die Schuldenfalle. - Naja, immerhin gibt es für die 'höheren Ränge' entscheidende Vorteile in Schulungen, Werbemöglichen, und jetzt im Internet, aber es braucht Zeit das alles zu lernen, und es gibt natürlich immer noch Nebenkosten.

Fazit: Nur wer es sich leisten kann, eine Menge Geld über Monate nutzlos herumliegen zu lassen, teilweise zu verlieren, kann sich wirklich hocharbeiten.

Es sei denn, er ist schon vorher in einem relevanten Geschäft, hat schon mögliche Kunden oder Partner an der Hand.

Überdies sollte er ein Werbeprofi sein, der das Geld für die Nebenkosten nicht sinnlos rauswirft, weil eben die Schulungen für 'simple' Vertreter mangelhaft sind. Abgesehen davon, dass die Werbemittel für Sponsoring meist viel besser sind als die für Produkte - ich kenne sogar ein MLM, in dem die wirklich brauchbaren Werbemittel und Kurse den 'höheren Rängen' vorbehalten sind, so dass der Einsteiger tasächlich auf sinnlose Zeitungsanzeigen und Klinkenputzen beschränkt ist.

Wie MLM eigentlich sein sollte und wonach man fragen muss, folgt.

1 comments:

www.mlm-millionaere.de hat gesagt…
20 September, 2008 12:22  

Wenn die ersten gesponsorten Partner an den Übergeordneten gehen ist das wirklich dumm. Aber leider noch in vielen Strukturen gängige Praxis...

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